• Berlin
  • Corona und soziale Folgen

Außen-Gastro mit Ökostrom beheizen

Wirtschaftssenatorin schlägt Alternative zu Heizpilzen vor

  • Nicolas Šustr
  • Lesedauer: 1 Min.

In die vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga aufgebrachte Diskussion über eine zeitlich befristete Wiederzulassung von Heizpilzen in Schankgvorgärten hat sich am Dienstag Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) eingeschaltet. »Die Corona-Pandemie trifft insbesondere die Gastronomie stark. Wir teilen die Sorgen der Branche mit Blick auf Herbst und Winter«, erklärte Pop. Die Herausforderung sei es, Infektionsschutz und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Vor dem Hintergrund der Klimakrise seien gasbetriebene Heizpilze keine klimafreundliche und intelligente Lösung.

»Mit den Bezirken muss zeitnah diskutiert werden, inwiefern elektrisch und mit Ökostrom betriebene Heizmöglichkeiten eine zeitlich begrenzte Alternative für diese Notsituation darstellen, um die gebeutelte Gastronomie zu unterstützen«, schlug Pop vor. »Wichtig ist, dass wir trotz Corona nicht vergessen, dass auch die Klimakrise nicht verschwunden ist«, so die Senatorin. Die Wirtschaftsverwaltung hält den Einbau herkömmlicher Lüftungsanlagen für einen adäquaten Weg, die Luft in Innenräumen zu verbessern und so auf die Corona-Pandemie zu reagieren. »Alle stehen in der Verantwortung, sich weiterhin konsequent an die Regeln zu halten, um einen neuen Lockdown zu verhindern«, heißt es aus der Verwaltung.

Der Berliner Dehoga-Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder befürchtet laut »taz«, dass mindestens die Hälfte der Gastronomiebetriebe die Coronakrise nicht übersteht.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -