Tagetes tut gut

  • Brigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin
  • Lesedauer: 2 Min.

In Gelb, Orange, Rot und Braun, ein- und mehrfarbig – so blühen sie vom Spätfrühling bis zum Frost; die Tagetes, die einjährigen Studenten- oder Samtblumen, eignen sich sowohl für den Garten als auch für Kübel und Balkonkästen. Inzwischen gibt es sogar weißblütige Züchtungen. Pflegeleicht und schön ist dieses Florakind und nicht zuletzt sehr nützlich. Wem Nematoden und Drahtwürmer den Spaß an Kartoffeln vermiest haben, kann selbigen mit Tagetes den Garaus machen. Zudem schmücken diese das sonst unscheinbare Kartoffelbeet. Mit Tagetes und Calendula (Ringelblume) lässt sich ein gegen die unterirdische Plage wirkungsvoller Kompost herstellen; und er ist nicht zudem gut für eine reiche Ernte.

Auch Stauden wie Chrysanthemen oder Phlox mögen die Nachbarschaft der Samtblume für gesundes Gedeihen. Und ich mag mit ihnen gern Salate oder Kräuterbutter würzen und schmücken. Dafür gibt es Würztagetes mit zarten kleinen Blüten (Foto: B. Müller) in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Zitrone, Orange, Anis. Sie haben allerdings die Fähigkeiten eingebüßt, stark gegen die genannten Schädlinge zu wirken. Nun ja, für diesen Zweck hat man ja die anderen Sorten aus ihrer großen Verwandtschaft. Einen Nachteil haben die so robusten und meist stark duftenden Samtblumen allerdings: Sie stehen leider ziemlich weit oben auf der Speisekarte der Schnecken ...

Verschiedenes Gemüse für die Herbsternte kommt jetzt noch in den Boden: Winterportulak, Feld- und Pflücksalat, Radicchio, Spinat, Mairüben. Bei der herrschenden Trockenheit sollte vor Aussaat der Boden durchdringend gewässert werden. Ebenso abgeerntete Beete, die noch mit Gründüngung bestellt werden. Und wer schon Blumen für die nächste Saison, wie Jungfer im Grünen, Schlafmützchen, Seidenmohn oder Vergissmeinnicht aussät, lässt seinen Garten dann besonders früh erblühen. Kamille und Kerbel kann man auf diese Weise ebenso auf einen Frühstart vorbereiten.

- Anzeige -

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.