China wertet nun doch den Yuan auf
Leichte Anhebung des Wechsel-Kurses durch die Zentralbank im Vorfeld des G20-Gipfels
Peking (AFP/ND). China hat seiner Ankündigung einer lockereren Geldpolitik Taten folgen lassen: Wenige Tage vor dem G20-Gipfel in Kanada wertete die chinesische Zentralbank die Landeswährung Yuan am Dienstag im Vergleich zum Dollar auf, aber nur leicht. Das dürfte chinesische Exporte etwas teurer werden lassen – und Produkte etwa aus Deutschland wieder etwas konkurrenzfähiger.
Die Zentralbank legte den Wechselkurs zum Dollar auf 6,7980 Yuan fest. Damit wertete China seine Währung um 0,43 Prozent auf. Um diesen Referenzwert darf der tatsächliche Kurs nur um 0,5 Prozent schwanken.
Für diese Währungspolitik wurde China heftig kritisiert. Die USA etwa beklagten, der Yuan sei bis zu 40 Prozent unterbewertet. Kritiker monieren, mit dem billigen Yuan halte China seine Exporte günstig, um im eigenen Land Millionen Arbeitsplätze zu erhalten. Damit würden Jobs in anderen Ländern vernichtet, die mit den billigen Produktionskosten Chinas nicht mithalten können.
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