Sprecher der Taliban warnt Niederlande

  • Lesedauer: 1 Min.

Den Haag (AFP/ND). Ein Anführer der afghanischen Taliban hat einem Zeitungsbericht zufolge die Niederlande vor einem Anschlag gewarnt, sollte die neue Regierung Forderungen des Islamgegners Geert Wilders umsetzen. »Wenn die Niederlande ihre Anti-Islam-Politik beibehalten oder intensivieren, werden sie mit Sicherheit das Ziel einer Dschihadisten-Gruppe werden«, zitierte die Zeitung »Volkskrant« am Montag Sabjullah Mudschahed, der offizieller Sprecher der Taliban für Ost- und Nordafghanistan sein soll.

Wenn Wilders erfolgreich das niederländische Parlament »so manipuliert, dass es mehr Anti-Islam-Gesetze verabschiedet, gibt es keinen Zweifel, dass Muslime aus anderen Ländern aktiv werden, um ihren muslimischen Brüdern und Schwestern zu helfen«, sagte Mudschahed demnach weiter.

Die neue Minderheitsregierung ist auf die Duldung durch die Partei des Rechtspopulisten Wilders angewiesen. Im Gegenzug für seine Unterstützung der Regierung aus Liberalen und Christdemokraten erhielt Wilders unter anderem die Zusage, dass ein Burka-Verbot eingeführt werden soll.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -