Russland pumpt Öl nach China
Peking (AFP/ND). Die erste Öl-Pipeline von Russland nach China ist am Neujahrstag in Betrieb genommen worden. Die 3600 Meter lange Leitung zwischen dem östlichen Sibirien und Raffinerien im nordostchinesischen Daqing habe ihren zweimonatigen Probelauf erfolgreich beendet, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Sie kann nun jährlich 30 Millionen Tonnen Öl befördern.
Laut einem 2008 geschlossenen Abkommen beliefert Russland China 20 Jahre lang mit Öl und bekommt im Gegenzug Darlehen mit einem Umfang von umgerechnet 17,5 Milliarden Euro.
Die neue Pipeline gilt als Beleg für die Bestrebungen Moskaus, sich neue Märkte für Rohstoffexporte zu eröffnen, vor allem auf dem rasant wachsenden asiatischen Markt. China hat die USA als weltgrößten Energiekonsumenten abgelöst und bezieht derzeit gut zwei Drittel seiner Energie aus Kohle. Die Volksrepublik setzt jedoch zunehmend auf andere Energiequellen wie Atomkraft, Gas und erneuerbare Energien.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.