Bauern sehnen den Regen herbei

Ernteerträge in einigen Regionen in Gefahr

  • Lesedauer: 2 Min.

Hannover (dpa/ND). Nach dem zweitwärmsten April seit 130 Jahren sehnen die deutschen Bauern stärkere Regenfälle herbei. In vielen Regionen bangen Landwirte um ihre Ernteerträge, falls die Trockenheit weiter anhalten sollte. In Niedersachsen und Baden-Württemberg drohen nach Einschätzung der Landesbauernverbände Verluste bei verschiedenen Getreidesorten und beim Raps.

Die »Regenkanonen« auf den Feldern laufen auf Hochtouren – selten mussten sie so früh eingesetzt werden wie in diesem Jahr. Die Schauer nach Ostern hätten nicht ausgereicht, um die Pflanzen mit genügend Wasser zu versorgen, hieß es in Hannover. Auch in Bayern und in Teilen Ostdeutschlands bleibt die Lage kritisch. In Brandenburg seien die Regengüsse zu Ostern gerade rechtzeitig gekommen, für die Ernte 2011 sei damit ein »gesundes Fundament« gelegt, erklärte der Bauernverband. Mecklenburg-Vorpommerns Bauernchef Harald Kienscherf klagte über fehlende Nässe für frisch gesäte Kulturen wie Mais. Man könne aber noch nicht von irreparablen Schäden sprechen. Die weitere Entwicklung der Pflanzen hänge davon ab, ob in den kommenden Tagen nennenswerte Niederschläge die Wurzeln erreichen. In Sachsen erwarten die Kollegen beim Raps Einschnitte. Die Bestände seien bereits stark geschädigt aus dem kalten Winter gekommen, vielerorts gebe es große Lücken auf den Feldern. Die bundesweite Durchschnittstemperatur lag im April mit 11,8 Grad Celsius um 4,4 Grad über dem langjährigen Mittelwert.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.