Biden macht Peking den Hof
US-Vizepräsident betont Bedeutung der Zusammenarbeit mit China
Peking (dpa/ND). Der Aufbau »enger und tief gehender Beziehungen« zu China habe für Washington allergrößte Bedeutung, sagte US-Vizepräsident Joe Biden am Donnerstag in Peking in Gesprächen mit seinem Amtskollegen Xi Jinping. »Ich bin fest davon überzeugt, dass die wirtschaftliche Stabilität der Welt zu einem nicht unwesentlichen Teil von der Zusammenarbeit zwischen den USA und China abhängt.«
Chinas Vizepräsident, der als künftiger Staats- und Parteichef gilt, sagte, die beiden größten Volkswirtschaften schulterten heute eine »noch größere gemeinsame Verantwortung«. Ein Ausbau der Koordination könne das Vertrauen der Märkte stärken. In den turbulenten Zeiten sollten China und die USA ihre Zusammenarbeit in der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) und anderen Plattformen verbessern, erklärte Xi Jinping.
Nach der Schuldenkrise und der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA versuchte Biden, die Sorgen Chinas als größtem ausländischen Kreditgeber zu zerstreuen. China hält US-Schatzanleihen in Höhe von 1,152 Billionen US-Dollar. In Interviews beteuerte der Vizepräsident, die USA seien keineswegs im Niedergang.
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