Angriff auf das Kulturerbe
CDU/FDP-Koalition in Kiel lockert Denkmalschutz
Kiel (nd-Hanisch). Die CDU/FDP-Koalition in Schleswig-Holstein hat ein neues Denkmalschutzgesetz verabschiedet, das bereits im Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens auch von Fachverbänden massiv kritisiert wurde. Die Opposition von SPD und LINKE im Kieler Landtag spricht von Lobbyinteressen, für die das kulturelle Erbe des Landes geopfert werde. Unter anderem im Fokus der Kritik sind eine vorgesehene Aufweichung des Umgebungsschutzes sowie ein künftiger Ministervorbehalt. Für die Opposition ist Letzteres der Beweis, dass der zuständige Fachminister als oberster Dienstherr seinen Fachbehörden und -gremien wie etwa dem Landesdenkmalrat nicht zu trauen scheint.
Die SPD prophezeit eine Klageflut beim Verwaltungsgericht, denn etliche Kriterien seien im Gesetz zu schwammig formuliert, etwa in Sachen Denkmalwert.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.