FDP-Abgeordneter ruft zu Medienboykott auf
Dresden (epd/nd). Der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther ruft laut einem Bericht der »Sächsischen Zeitung« seine Fraktionskollegen dazu auf, Zeitungen abzubestellen sowie Radio- und Fernsehsender nicht mehr einzuschalten. Er wolle damit gegen eine vermeintliche Medienkampagne gegen seine Partei vorgehen. Günther schreibe in einem Rundbrief an alle FDP-Abgeordneten und eine Reihe von Parlamentskollegen der Union, es sei an der Zeit, »dass wir als Liberale das Spiel beenden, das uns die Presse deutschlandweit seit Monaten aufzwingt«. Aktuell werde der Bundespräsident von einer »Journalistenmeute wie ein räudiger Fuchs über sämtliche Titelblätter und durch alle Fernsehsendungen gehetzt«. »Medien mit linksgrüner Hysterie-Berichterstattung« würden »immer mehr zur ersten Gewalt im Staat«, schreibe Günther.
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