Kaufmann für Kooperation mit Linken offen

Spitzenkandidatin der Berliner SPD zur Europawahl im Gespräch: Wollen einseitige Orientierung auf radikale Sparpolitik ändern

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Berlin: Die Spitzenkandidatin der Berliner SPD zu den Europawahlen, Sylvia-Yvonne Kaufmann, will »Schnittmengen« mit der Linksfraktion im kommenden EU-Parlament ausloten. »Wenn es passt, können wir in der einen oder anderen Frage sicher zusammenarbeiten, denn es geht ja um eine neue Richtung für die EU«, sagte Kaufmann gegenüber nd. »Da bin ich absolut offen«, bekräftigte die SPD-Politikerin und frühere Europaabgeordnete, die vor fünf Jahren die Linkspartei im Streit verlassen hatte. Sie wolle »kein deutsches Europa, sondern ein europäisches Deutschland«, erklärte Kaufmann in dem Gespräch. »Was wir kritisieren ist, dass es im Zuge der Bewältigung der Finanzmarktkrise von Frau Merkel in der Tat eine sehr einseitige Orientierung auf eine radikale Sparpolitik gibt. Das wollen wir ändern.« Kaufmann steht auf Platz zehn der Bundesliste der SPD zu den Europawahlen am kommenden Sonntag. nd

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Auf der Suche nach Schnittmengen
Sylvia-Yvonne Kaufmann zum Europakurs der SPD und zur Zusammenarbeit mit der LINKEN

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