Der Spaß ist zu teuer

12.000 Armenier demonstrieren gegen eine Erhöhung der Strompreise

  • Lesedauer: 1 Min.
Die Proteste in Armenien weiten sich aus: Nachdem die Regierung eine Strompreiserhöhung von 16 Prozent ankündigte, treibt es immer mehr Menschen auf die Straße, die Angst vor einer Verarmung haben.

Eriwan. Die Proteste gegen die Erhöhung der Strompreise in Armenien haben sich ausgeweitet. Am Donnerstagabend beteiligten sich rund 12.000 Menschen an einer Kundgebung in der Nähe des Präsidentenpalastes in der Hauptstadt Eriwan. Mehrere hundert Demonstranten blieben über Nacht und blockierten die Hauptverkehrsstraße. Die Kundgebung vom Donnerstagabend war die größte Demonstration gegen die Regierung seit Jahren. Am Mittwoch waren rund 9000 Demonstranten zu einer Kundgebung gegen die Strompreise gekommen.

Die Proteste hatten am Freitag vergangener Woche begonnen. Die Polizei ging wiederholt gewaltsam gegen die Demonstranten vor. Nach Zusammenstößen wurden am Dienstagabend 237 Demonstranten festgenommen.

Ausgelöst worden waren die Proteste durch die Ankündigung der Regierung, die Strompreise in der früheren Sowjetrepublik ab dem 1. August um 16 Prozent zu erhöhen. Nach Angaben von Ministerpräsident Howik Abrahamjan werden die Haushalte dadurch monatlich im Schnitt mit einer Mehrausgabe von 2,70 Euro belastet. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, die Bevölkerung in die Armut zu treiben. AFP/nd

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