Jasper (22), Schüler aus Flensburg

  • Lesedauer: 1 Min.

»Eigentlich müsste ich gerade mein Abitur machen. Aber nun bin ich hier, um zu helfen. Warum? Weil ich es für eine gut Sache halte - für alle Beteiligten. Mir geht es um Menschlichkeit, um Mitgefühl.

Ich bin erst seit zwei Tagen hier, in dieser Zeit sind nicht viele Boote angekommen. Es ist krass zu sehen, wie die Leute ankommen - durchnässt, glücklich nach so einer langen Reise. Es berührt mich zu sehen, dass sie endlich in Europa angekommen sind.

In den nächsten Tagen will ich in das Flüchtlingslager Moria. Es bereitet mir ein ungutes Gefühl, Menschen dorthin zu schicken. Die Behörden tun viel zu wenig. Alles lastet auf der Zivilbevölkerung. Helfer werden sogar sabotiert, zum Beispiel dürfen sie Flüchtlinge nicht transportieren, weil sie sonst als Schleuser gelten.

Der Westen trägt eine große Mitverantwortung an der jetzigen Situation, indem er die Kriege in Syrien, Afghanistan und Irak mitverursacht und den Islamischen Staat mit hervorgebracht hat. Und dann betreiben sie auch noch solch eine perverse Flüchtlingspolitik.«

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