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Nordkorea verurteilte kanadischen Pastor

  • Lesedauer: 1 Min.

Seoul. Ein Gericht in Nordkorea hat einen Pastor aus Kanada wegen staatsfeindlicher Umtriebe zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt. Der Prozess gegen Rim Hyon Su habe am Mittwoch vor dem Obersten Gerichtshof des Landes stattgefunden, berichteten die staatlichen Medien. Während der Ermittlungen habe der Pastor koreanischer Abstammung »alle verabscheuungswürdigen Verbrechen« gestanden. Ende Juli hatte Lim bei einer vom Regime arrangierten Pressekonferenz in Pjöngjang sich selber staatsfeindlicher Aktivitäten beschuldigt. Nordkorea warf dem Pastor vor, die Würde des Machthabers Kim Jong Un und des sozialistischen Systems verletzt zu haben. Seine religiösen Aktivitäten hätten sich gegen die Volksrepublik gerichtet. Er habe sich an Aktivitäten konservativer Gruppen in den USA und Südkorea mit dem Ziel beteiligt, Nordkoreaner zur Flucht zu bewegen oder sie zu entführen, hieß es. Kanadische Medien hatten im März berichtet, der Pastor sei mehr als 100 Mal zu humanitären Zwecken in das Land gereist. dpa/nd

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