Handgranate auf Flüchtlingsheim
Sprengkörper explodierte nicht
Tuttlingen. Unbekannte haben auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) eine Handgranate geworfen. Die Granate war mit Sprengstoff gefüllt, explodierte aber nicht, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Anschlag in der Nacht zum Freitag wurde niemand verletzt, es entstand auch kein Sachschaden. Rund 20 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft mussten kurzzeitig ihre Wohnungen verlassen, konnten aber schon in den frühen Morgenstunden wieder zurückkehren. In der Flüchtlingsunterkunft, einer ehemaligen Kaserne, sind insgesamt rund 170 Asylbewerber in mehreren Gebäuden untergebracht.
»Die Täter dürfen nicht ungestraft davon kommen«, so Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) im Kurznachrichtendienst Twitter. Die Bundesvorsitzende der Grünen Simone Peter sprach von einer »neuen, erschreckenden Kategorie des Hasses, die ein schrillendes Alarmsignal sein muss«. Der Kampf gegen den rechten Terror müsse von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Chefsache gemacht werden. Agenturen/nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.