Politkowskaja-Mord: Ruf nach neuen Ermittlungen

  • Lesedauer: 1 Min.

Moskau. Am zehnten Todestag der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja hat die oppositionelle Zeitung »Nowaja Gaseta« der russischen Führung mangelnden Aufklärungswillen vorgeworfen. Frühere Kollegen der ermordeten Reporterin forderten die Justiz am Freitag in einem Video auf, endlich nach den Drahtziehern zu suchen. »Der Auftraggeber des Mordes an meiner Mutter muss gefunden werden«, appellierte Politkowskajas Sohn Ilja in dem etwa dreiminütigen Clip. Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte, dass bei den bisherigen Gerichtsprozessen zu dem Fall nie über die Hintermänner gesprochen wurde. »Ein Anschlag auf Journalisten ist immer auch ein Anschlag auf die Wahrheit«, sagte Sergej Nikitin, Russland-Chef von Amnesty International. Politkowskaja war am 7. Oktober 2006 vor ihrer Wohnung in Moskau erschossen worden. Sie hatte vor allem aus dem russischen Konfliktgebiet Tschetschenien im Nordkaukasus über Menschenrechtsverletzungen berichtet. dpa/nd

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -