Immer neu betrachtet
Richard Heß gestorben
Der Bildhauer Richard Heß ist mit 80 Jahren in Berlin gestorben. Das teilte der Kunsthandel Wilfried Karger im Stilwerk Berlin am Montag mit. Dort hatte Heß im Februar noch an der Eröffnung einer Ausstellung zu seinem 80. Geburtstag teilgenommen.
Der gebürtige Berliner gehörte den Angaben zufolge zu den bedeutenden figurativ arbeitenden Bildhauern der Nachkriegszeit. Das Verzeichnis seines plastischen Werks umfasst 724 Arbeiten. 144 Werke entstanden für den öffentlichen Raum, vor allem für Darmstadt und Berlin.
»Die Skulpturen von Richard Heß erzählen etwas. Und dem Erzähler geht der Stoff nie aus«, sagte der Kunsthistoriker Helmut Börsch-Supan 2012 anlässlich einer Ausstellung im Gutshaus Steglitz. »Stets muss sich der Betrachter neu einstellen.«
Am 6. April 1937 geboren, hatte Heß als Meisterschüler bei Bernhard Heiliger studiert. Er war Mitglied der Neuen Darmstädter Sezession und von 1980 bis 2001 Professor an der Fachhochschule Bielefeld. 1995 nahm er an der Biennale in Venedig teil. Er starb nach Angaben von Wilfried Karger in der Nacht vom 8. auf den 9. Juni. dpa/nd
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