Räumung Linienstraße nicht zurückgenommen
Das alternative Wohnprojekt Linienstraße 206 stand am Dienstag in einem Berufungsprozess den Hauseigentümern gegenüber. Nach der Räumung einer Wohneinheit im Mai 2016 legte die betroffene Mieterin Klage ein. Die Gerichtsverhandlung ergab, dass die Räumung der Wohneinheit nicht zurückgenommen wird und die Mieterin damit weiterhin wohnungslos bleibt. Laut Pressemitteilung zog sie die Berufungsklage aus politischen und strategischen Gründen zurück. »Es ist bedauerlich, dass eine unangekündigte Räumung durchgeht«, sagte Mila Schröder vom Hausverein Linien-Treu 206. Begleitet wurde der Prozess von einer Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude. Eine Unterstützerin sagte: »Unser Protest wird nicht abreißen. Die Eigentumsfrage wird nicht vor Gericht entschieden.« ewe
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