Wissenschaft im Dialog

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Im Martin-Gropius-Bau ist ab Samstag eine Ausstellung über den wissenschaftlichen Dialog zwischen den Religionen zu sehen. Unter dem Titel »Juden, Christen und Muslime - Im Dialog der Wissenschaften 500 - 1500« werde mit kostbaren Exponaten dokumentiert, dass sich in den Jahrhunderten vor dem Buchdruck über die Schriftkulturen ein reger wissenschaftlicher Austausch entwickelte, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Die Ausstellung läuft bis zum 4. März 2018.

Präsentiert werden unter anderem aufwendig illuminierte und reich illustrierte mittelalterliche Handschriften in hebräischer, arabischer, griechischer und lateinischer Sprache aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek. Die Dokumente belegten, wie die jeweiligen Erkenntnisse Eingang in die anderen Kulturen fanden und von den Wissenschaften rezipiert wurden, hieß es. Jüdische, christliche und muslimische Übersetzer und Gelehrte an den Höfen der Kalifen, der Fürsten sowie an Schulen und den frühen Universitäten fungierten damals als Mittler und beförderten den Wissenstransfer über die ethnischen und kulturellen Grenzen hinweg. So sei vor allem das kulturelle Erbe der Antike während des Mittelalters prägend für die Entwicklung der Wissenschaften gewesen. Insbesondere die Medizin, die Astronomie und die Astrologie profitierten vom interkulturellen Dialog, der durch eine rege Übersetzertätigkeit angestoßen und über die großen Schriftkulturen verbreitet wurde. dpa/nd

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