Kreativer Rückzugsort
in den Sommermonaten zog es Künstlerinnen und Künstler immer wieder in das einstige Fischerdorf und heutige Ostseebad Ahrenshoop. Denn hier auf dem Darß fanden sie, was sie für ihre künstlerische Arbeit suchten: stimmungsvolle Motive in unberührter Natur, das klare Licht des Nordens, Stille, Einsamkeit und Freiheit. Ab dem 6. Juli zeigt die Salongalerie »Die Möwe« die Ausstellung »Sommeratelier am Meer. Der Künstlerort Ahrenshoop«.
Zu den Gründern der Künstlerkolonie gehörte 1892 die Malerin Anna Gerresheim. Für sie war Ahrenshoop »so recht ein Plätzchen, um sich auf sich selbst zu besinnen und ernste Arbeit zu leisten«. Bilder von ihr wie auch von Hans Brass, Edmund Kesting, Hans Kinder, Ulrich Knispel und vielen anderen Malern, die in den 1920er bis 1970er Jahren in Ahrenshoop weilten, sind in der Ausstellung zu sehen. Inspiriert von den Weiten der Küstenlandschaft schufen sie Werke, die für die deutsche und auch internationale Kunst bedeutsam sind. Zu den Künstlerinnen und Künstlern, die heute in Ahrenshoop vielfältige Anregungen finden, zählen Karin Schöpa, Vera Schwelgin und Wolfgang Reinke. Sie tragen mit ihren Bildern zur lebendigen Kunstszene auch über die Ostseeregion hinaus bei.
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hatten Malerinnen und Maler das kleine, abseits gelegene Ahrenshoop für sich entdeckt. Schon bald bildeten die Neuankömmlinge eine der bekanntesten Künstlerkolonien in Deutschland. Obwohl sich diese mit Beginn des Ersten Weltkriegs aufzulösen begann, blieb der Darß für Künstlerinnen und Künstler attraktiv: In den 1920er Jahren wählten sie den Ort erneut als Sommersitz oder ständige Wohnadresse. nd
Bis 6. Oktober, Salongalerie ››Die Möwe‹‹, Auguststr. 50 b, Mitte
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