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No War No Vietnam

  • Lesedauer: 2 Min.

Der Vietnamkrieg dauerte insgesamt 20 Jahre. Er begann mit der militärischen Auseinandersetzung zwischen dem nach Unabhängigkeit strebenden Vietnam und der Kolonialmacht Frankreich 1955 und endete 1975 mit dem Sieg des kommunistischen Nordens gegen den von den USA seit 1964 militärisch unterstützten kapitalistischen Süden. Rund 60 000 US-Soldaten und nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen zwei und fünf Millionen Vietnamesen fanden in diesem elf Jahre dauernden schmutzigen Krieg den Tod. Der Vietnamkrieg spaltete in den späten 60er Jahren die US-amerikanische Öffentlichkeit. Bis heute ist dieser Krieg nicht bewältigt - weder in Vietnam noch in den USA!

Mehr als 30 international bekannte Künstler und Künstlerinnen zeigen ab Freitag in der Galerie Nord des Kunstvereins Tiergarten Arbeiten aus fünf Jahrzehnten, die sich mit dem US-amerikanischen Krieg in Vietnam und dem Jahr 1968 auseinandersetzen. Unter dem Titel »No War No Vietnam« sind Malereien, Zeichnungen, Fotomontagen, Fotografien, Videokunst und Performances sowie aktuelle filmische Dokumentationen zu sehen. Mit unterschiedlichen Mitteln persiflieren dabei die vietnamesischen Künstlerinnen und Künstler lakonisch den Krieg, das Militär und die eigene Biografie. Mit scharfer Ironie kommentieren sie den Kriegstourismus aus den USA (wie die im Bild zu sehenden Fotomontage von Đinh Q. Lê), entlarven die Gesänge im historischen Propagandafilm durch das Mittel der Montage oder hinterfragen in kühl kalkulierter Ästhetik mediale Berichterstattung oder Migration. nd Foto: D. Q. Lê, 2005

24. August bis 5. Oktober, Galerie Nord, Turmstraße 75, Tiergarten

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