Anspruch auf Rückgabe bleibt
Streit um Benin-Bronzen
Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, hat den Kompromiss im langjährigen Streit um die Benin-Bronzen begrüßt. »Es zeigt sich, wie wichtig das gemeinsame Gespräch ist, die Offenheit, aufeinander zuzugehen und lösungsorientiert zu denken«, erklärte Parzinger laut Homepage der Stiftung.
Eine Gruppe von neun europäischen Museen hatte sich am Freitag nach Gesprächen mit nigerianischen Partnern in Leiden (Niederlande) darauf verständigt, einige der in der Kolonialzeit geraubten Bronzen in einem künftigen Museum in der nigerianischen Stadt Benin City auszustellen. Die Preußenstiftung, die auch umstrittene Stücke in ihrer Sammlung hat, unterstützt laut Parzinger das Projekt.
Die Benin-Bronzen, wichtige Kunstwerke aus dem heutigen Nigeria, waren in der Kolonialzeit von den Briten geraubt und später an Museen in aller Welt verkauft worden. Seit Jahren wird um eine mögliche Rückgabe an Nigeria gestritten.
In der Erklärung der sogenannten Benin-Dialoggruppe vom Freitag heißt es, die Vereinbarung bedeute nicht, dass die nigerianische Seite den Anspruch auf Rückgabe der Kunstwerke aufgegeben habe oder dass die europäischen Museen Rückgaben ausgeschlossen hätten. dpa/nd
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