Der neue Chefredakteur
»Berliner Zeitung«
Die »Berliner Zeitung« und der »Berliner Kurier« bekommen einen neuen Chefredakteur. Der erst kürzlich zum Chefredakteur mit »Schwerpunkt für digitale Produkte« bei der »Berliner Zeitung« berufene Matthias Thieme (45) wird mit sofortiger Wirkung alleiniger Chefredakteur beider Blätter. Die bisherigen Chefredakteure Jochen Arntz (»Berliner Zeitung«) und Elmar Jehn (»Berliner Kurier«) verlassen das Unternehmen.
Die Kölner DuMont-Mediengruppe hatte den Berliner Verlag, zu dem die beiden Zeitungen gehören, im September 2019 an das Berliner Unternehmer-Ehepaar Silke und Holger Friedrich verkauft. Anschließend hatte Holger Friedrich erklärt, in der Chefredaktion der beiden Blätter seien keine Veränderungen geplant. »Das sind coole Typen, sehr kultiviert, ausgleichende Charaktere, wir wären nicht gut beraten, wenn wir sie infrage stellen würden«, sagte er damals der »Süddeutschen Zeitung«. Jehn war seit 2015 Chefredakteur des »Berliner Kuriers«, Arntz hatte 2016 den Chefposten bei der »Berliner Zeitung« übernommen.
Thieme, ehemaliger Chefredakteur der »Frankfurter Neuen Presse« (FNP), soll nun mit Herausgeber Michael Maier die Weiterentwicklung der Print- und Online-Ausgaben vorantreiben. Im Dezember hatte die Mediengruppe Frankfurt mitgeteilt, dass Thieme zum 1. Februar 2020 als Chefredakteur mit Schwerpunkt Digitales zur »Berliner Zeitung« wechselt. Er hatte die Redaktion der »FNP« und ihrer Regionalausgaben seit Juli 2018 gemeinsam mit Max Rempel geleitet. Der 1974 geborene Thieme begann seine journalistische Laufbahn 2002 bei der »Frankfurter Rundschau«. Danach arbeitete er bei der DuMont-Redaktionsgemeinschaft Berlin (2010 bis 2012), beim Wirtschaftsmagazin »Capital« in Berlin (2012 bis 2015) und bei der Funke-Mediengruppe, wo er Ressortleiter Wirtschaft war. epd/nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.