Werbung

Das Kind im Brunnen

Jana Frielinghaus zu Forderungen ostdeutscher Regierungschefs

Der Ostbeauftragte der amtierenden Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD, l), hier mit den Ministerpräsident*innen Mario Voigt (CDU) und Manuela Schwesig (SPD), hat ein Konzept zur Entwicklung strukturschwacher Regionen vorgelegt.
Der Ostbeauftragte der amtierenden Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD, l), hier mit den Ministerpräsident*innen Mario Voigt (CDU) und Manuela Schwesig (SPD), hat ein Konzept zur Entwicklung strukturschwacher Regionen vorgelegt.

Einer brachte das Ost-West-Thema in der Runde der Regierenden Ost, nicht zum ersten Mal, auf eine gesamtdeutsche Ebene: Carsten Schneider. Der Ostbeauftragte der amtierenden Bundesregierung legte einen Plan für strukturschwache Regionen allgemein vor. Interessanterweise fordert er darin auch etwas, was in der DDR mal Programm war, nämlich die gezielte Ansiedlung von Industrie auch in ländlichen Gebieten. Damals wurden zugleich Kindergärten, Schulen, Kulturhäuser und vieles mehr hochgezogen.

Allerdings ist davon vieles längst verschwunden, unwiederbringlich. Es wird also für ostdeutsche Politiker selbst bei bestem Willen schwer, das sprichwörtlich in den Brunnen gefallene Kind da wieder rauszuholen. Zumal Vorschläge wie die des Ostbeauftragten auf wenig Umsetzungswillen treffen werden. »Planwirtschaft!«, dürfte mancher entsetzt rufen, ohne sich die restlichen Punkte des Plans anzuschauen. In Zeiten, in denen das Militärische Priorität gegenüber allem anderen hat, bleibt ohnehin wenig für den »Rest«.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -