Beigabe für Bischöfe
Gold im Grab
Archäologen haben bei Ausgrabungen im Magdeburger Dom zwei goldene Schmuckstücke entdeckt. »Am eindrucksvollsten ist ein wunderschönes Löwenköpfchen mit leicht geschwungenem Hals, der als Tülle endet«, sagte Grabungsleiter Rainer Kuhn von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt. »Dieser spektakuläre Goldfund ist lediglich zwei cm lang und war vor 800 bis 1000 Jahren vermutlich die Spitze einer erzbischöflichen Krümme.« Das zweite Kleinod ist ein Goldring von 1,9 cm Durchmesser, der aus zwei gleichmäßig umeinander gewundenen Golddrähten besteht. Nach Ansicht der Experten verzierte er einst den Holzstab eines kirchlichen Würdenträgers. Beide Fundstücke stammen aus Gräbern, die im Ostquerhaus des gotischen Doms freigelegt wurden. Mit Hilfe von Radiokarbonmessungen wurde das Alter des Sargholzes auf etwa 1000 Jahre bestimmt. Die Forscher gehen davon aus, dass die Gräber die Bestattungen von Magdeburger Erzbischöfen aus dem 11. Jahrhundert waren, die wohl im 12. Jahrhundert umgebettet wurden. dpa
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