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  • Fokus: Anti-Castor-Proteste

Der Atommüll wird »geparkt«

In Deutschland gibt es 2 zentrale und 14 dezentrale Zwischenlager

  • Lesedauer: 2 Min.

Tausende Tonnen hoch radioaktiven Atommülls gibt es in Deutschland und jedes Jahr kommen mehr Brennelemente und Abfälle aus deren Wiederaufbereitung im französischen La Hague und im britischen Sellafield hinzu. Ein Endlager aber – die Bundesregierung möchte es trotz starken Widerstands und wissenschaftlicher Zweifel im Salzstock Gorleben errichten – wird es so schnell nicht geben.

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Der Atommüll wird deshalb in 2 zentralen und 14 dezentralen Zwischenlagern »geparkt«. Die zentralen Lager befinden sich in Ahaus (Nordrhein-Westfalen) und Gorleben (Niedersachsen). Fast alle Zwischenlager sind Hallen, in denen mit Atommüll beladene Castor-Behälter abgestellt werden. Eines ist ein unterirdischer Tunnel. Das Zwischenlager Gorleben dient zur Aufbewahrung ausgebrannter Brennstäbe und darf als einziges die in Glas eingeschmolzenen Rückstände der Wiederaufbereitung aufnehmen.

Seit einigen Jahren werden die abgebrannten Brennstäbe aus dem laufenden Betrieb der Atomkraftwerke direkt in zwölf dezentralen Zwischenlagern auf deren Gelände gelagert, damit nicht ständig Castor-Transporte quer durch die Republik nach Ahaus und Gorleben fahren müssen. Sie haben eine Kapazität von 80 bis 192 Castoren.

Für die Abschirmung des Atommülls in den Zwischenlagern sorgen allein die Castor-Behälter, die dies laut Genehmigung mindestens 40 Jahre lang gewährleisten sollen. Die Hallen aus Stahlbeton dienen als äußerer Schutz, sind jedoch nicht hermetisch abgeriegelt, falls ein Castor versagen sollte. AFP/ND

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