Afghanistan: Mission der UNO verlängert

UNAMA soll Übergangsprozess begleiten

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Der Weltsicherheitsrat hat das Mandat für die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) am Dienstag um ein Jahr verlängert. Die von Deutschland verfasste Resolution wurde mit den Stimmen aller 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums verabschiedet.   

New York (dpa/AFP/ND). Mit der Resolution weist der Sicherheitsrat die Mission an, Präsident Hamid Karsai weiter beim Übergangsprozess zur Seite zu stehen. Bis Ende 2014 wollen die afghanische Armee und die Polizei die volle Verantwortung für die Sicherheit im Land übernehmen. Außerdem soll UNAMA die Regierung in Kabul in Rechts- sowie Wirtschafts- und Sozialfragen beraten. Die Mission wird von dem Schweden Staffan De Mistura geleitet und verfügt über etwa tausend internationale und afghanische Mitarbeiter.

Das Vorgehen der US-geführten Truppen in Afghanistan zeigt nach Einschätzung des zuständigen UN-Sondergesandten Staffan de Mistura Erfolg. Die Taliban seien trotz des anhaltenden Blutvergießens in der Defensive, sagte de Mistura in Washington. Entscheidend sei die Frage, ob die Taliban mit Beginn des Frühlings eine Offensive starten könnten. Zugleich könne der militärische Aspekt allein nicht als Indikator für nachhaltigen Erfolg gesehen werden, da sich alle Seiten einig seien, dass es in Afghanistan keinen militärischen Sieg geben könne, sagte de Mistura.

US-Außenministerin Hillary Clinton begrüßte unterdessen die Ankündigung von Präsident Karsai, dass die afghanischen Truppen ab Mai die Sicherheitsverantwortung über drei Provinzen und vier Städte übernehmen.

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