Ohne Kraft keine Kur
Bei der Bewilligung von Mutter-und-Kind-Kuren gehen die Krankenkassen häufig nicht korrekt vor, geht aus einem Prüfbericht im Auftrag des Bundestages hervor. Damit würden sie ihrer Verpflichtung zur Gesundheitsvorsorge für Mütter und Väter nicht gerecht. Auch das Müttergenesungswerk hat die Krankenkassen wegen »willkürlicher« Ablehnung dieser Kuren kritisiert. Der Bedarf steige, die Zahl der Ablehnungen aber auch, sagte Geschäftsführerin Anne Schilling bei der Vorstellung des Jahresberichts kürzlich in Berlin. 2010 nahmen 39 000 Frauen Kuren des Müttergenesungswerkes in Anspruch, knapp zehn Prozent weniger als 2009. »Durchschnittlich jeder dritte Antrag dafür wurde von den Kassen erst einmal abgelehnt«, so Schilling. Dabei würden 54 Prozent der Widersprüche positiv entschieden.
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