Bulle aus Buxtehude
Jugendbuchpreis
Der US-Autor John Green erhält in diesem Jahr den Jugendbuchpreis »Buxtehuder Bulle«. Damit zeichnet die Jury seinen Roman »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« aus, der seit Monaten auch auf den Bestsellerlisten für Erwachsenenliteratur steht. Ob der 35-Jährige sich über die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung freut, war zunächst unbekannt. »Wir haben ihn noch nicht erreicht«, sagte Kerstin Geresser von der Stadt Buxtehude am Mittwoch. Die Preisverleihung soll voraussichtlich Anfang nächsten Jahres sein.
Eine mit elf Jugendlichen und elf Erwachsenen besetzte Jury hatte Green am Dienstagabend unter den sechs Nominierten für den 42. »Buxtehuder Bullen« ausgewählt. Eine Begründung geben die Juroren traditionell nicht ab. Greens Roman erzählt die Geschichte der beiden Jugendlichen Hazel und Gus, die Krebs haben und sich ineinander verlieben. Bereits für sein Debüt »Eine wie Alaska« bekam Green zahlreiche Auszeichnungen.
Er habe schon immer Schriftsteller werden wollen, schreibt der 35-Jährige auf seiner Homepage. »Es erschien mir immer wie ein sehr unrealistischer Traum.« Erst später - in seinen 20ern - sei ihm klar geworden, dass dieser tatsächlich wahr werden könnte. Aufgewachsen ist Green hauptsächlich in Florida. Zurzeit lebt er in Indiana. »Er hat kürzlich eine kleine Tochter bekommen und sich zurückgezogen«, sagte Geresser. Die freudige Nachricht über seine Auszeichnung habe ihm die Stadt noch am Dientagabend per Twitter überbracht.
Der »Buxtehuder Bulle« gilt als einer der bedeutendsten deutschen Jugendliteraturpreise. Der Buchhändler Winfried Ziemann hatte ihn 1971 ins Leben gerufen. Pate stand dabei der Stier aus dem Kinderbuch »The Story of Ferdinand«. 1981 übernahm die Stadt die Trägerschaft. Zu den früheren Preisträgern gehören Gudrun Pausewang, Michael Ende, Stephenie Meyer und Suzanne Collins. dpa
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