Bücher sprechen ewig
Jules Schelvis gestorben
Als einer der letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Sobibor ist der Niederländer Jules Schelvis im Alter von 95 Jahren gestorben. Schelvis war am Sonntag in Amstelveen bei Amsterdam gestorben, teilte die von ihm errichtete Stiftung Sobibor am Montag mit. Schelvis war am 6. Juni 1943 aus den Niederlanden in das Konzentrationslager an der Grenze zur Ukraine deportiert worden. Dort wurden schätzungsweise 170 000 Menschen, vorwiegend Juden, ermordet. 34 000 Opfer kamen aus den Niederlanden. Schelvis gehörte zu 18 Niederländern, die das Lager überlebt hatten.
Er hatte mehrere Bücher geschrieben. Seine wissenschaftliche Studie über Sobibor gilt als Standardwerk über das Lager. dpa/nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.