Biografien zwischen zwei Weltkriegen
Doku-Serie
Die Geschichte Europas zwischen den beiden Weltkriegen steht im Fokus einer neuen dokumentarischen Dramaserie von Arte und ARD. Unter dem Titel »18 - Krieg der Träume« erzählt sie die Zeit von 1918 bis 1939 aus der Sicht von Zeitgenossen: Darunter sind der Kommunist Hans Beimler, der spätere KZ-Kommandant von Auschwitz, Rudolf Höß, oder der Stummfilmstar Pola Negri aus Polen. »Wir verfolgen die Entwicklung der Zeit über die Entwicklung der Charaktere«, sagt Produzent Gunnar Dedio bei Dreharbeiten im luxemburgischen Esch/Alzette. Der »besondere Thrill« dabei: »Dass die Geschichten alle wahr sind.«
Insgesamt 13 Schicksale von Frauen und Männern aus acht Ländern werden miteinander verwoben. Dies ermögliche einen neuen Blick auf Geschichte, sagt Dedio. Die Serie, die ab Ostern 2018 auf Arte, im Ersten und europaweit ausgestrahlt werden soll, ist die zweite Staffel nach »14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs«. Die Geschichten einiger Protagonisten aus dieser Doku-Reihe werden weitererzählt. So gibt es ein Wiedersehen mit dem Kosakenmädchen Marina Yurlova, das als Kindersoldatin im Ersten Weltkrieg kämpfte und später in den USA Karriere als Tänzerin machte.
Bei der Fortsetzung habe die Macher vor allem die Frage umgetrieben: »Wie konnte es 21 Jahre später (nach 1918) zu einem noch größeren und noch schlimmeren Krieg kommen?«, sagt Autor und Regisseur Jan Peter. »Darauf versuchen wir über die Biografien Antworten zu finden.« 2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. dpa/nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.