- Anzeige -
LIMA 2025
- Anzeige -

Marketingdirektor Dobrindt

Kurt Stenger über die Verkaufshilfe des Ministers für die Autokonzerne

Alexander Dobrindt sorgt schon mal vor: In seinen letzten Tagen als Bundesverkehrsminister dient er sich den Autokonzernen als neuer Marketingdirektor an. Die Bürger sollten zugreifen angesichts versprochener Rabatte beim Umtausch eines alten Stinke-Diesels gegen einen neuen. Und wäre die ministerielle Unterstützung für Privatunternehmen nicht schon plump genug, so nennt er auch noch explizit den VW Golf als Beispiel.

Aber was kann man auch anderes erwarten von einem Politiker, der über Jahre seine politische Macht für eine skandalumwitterte Branche einsetzt, die die Gesundheit der Bürger sowie den Schutz der Umwelt ignoriert? Dobrindt hat alles dafür getan, den Straßenbau zu fördern, Emissionsauflagen zu umgehen und neue Regelungen zu blockieren.

Aber Vorsicht, Herr Dobrindt: Für fehlerhafte Produktwerbung kann man juristisch belangt werden. In einigen Monaten werden womöglich die neuen Diesel wegen zu hohem Stickoxidausstoß aus dem Verkehr gezogen. Es ist eben anders als bei seinen politischen Missetaten als Minister - für die wird er, so meinen die Auguren, mit einem hohen Partei- oder Fraktionsposten von seiner CSU geehrt. Und sollte es doch anders kommen, wird irgendein namhafter deutscher Autokonzern Dobrindt für langjährige Verdienste mit einem hoch dotierten Lobbyisten-Job seinen Dank zollen.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

Mehr aus: Kommentare