Versöhnliche Gesten in Süd- und Nordkorea
Gedenken an Kriegsopfer
Seoul. Mit weiteren Gesten der Versöhnung haben Süd- und Nordkorea des Ausbruchs des Koreakriegs vor 68 Jahren gedacht. Die nordkoreanischen Staatsmedien verzichteten am Montag auf die sonst üblichen Propagandaattacken gegen die USA. In Südkorea gab Regierungschef Lee Nak Yon den Beginn von Verhandlungen über den Rückzug nordkoreanischer Artilleriegeschütze von der Grenze bekannt. Im Koreakrieg habe sich das nordkoreanische Volk mit den Soldaten solidarisiert, »um den Feind zu vernichten«, schrieb die Zeitung »Rodong Sinmun«. Benannt wurde der Feind allerdings nicht. Im vergangenen Jahr hatte das Sprachrohr der regierenden Arbeiterpartei Nordkoreas noch auf allen sechs Zeitungsseiten die »US-Imperialisten« kritisiert und die USA für die »brutale und barbarische« Tötung unzähliger Koreaner verantwortlich gemacht. In Südkorea erinnerte Regierungschef Lee bei einer Gedenkfeier daran, dass »Nordkoreas Invasion« den Koreakrieg ausgelöst habe. Er erwähnte aber auch die Annäherung nach den Gipfeltreffen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un mit Südkoreas Präsident Moon Jae In und US-Präsident Donald Trump im April und Juni. Bei dem Gipfeltreffen mit Trump hatte Kim vor knapp zwei Wochen einer vollständigen atomaren Abrüstung seines Landes zugestimmt. AFP/nd
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