Staatsballett super, Streiks gehen weiter

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Trotz mehrerer Tänzer-Streiks mit ausgefallenen Vorstellungen hat das Staatsballett Berlin in dieser Spielzeit das Publikumsinteresse gehalten. In der ersten Saison des neuen Intendanten Nacho Duato waren im Durchschnitt 85 Prozent der Sitzplätze besetzt. Damit blieb die Auslastung knapp unter dem Niveau der Rekordsaison 2013/2014 (86 Prozent), wie das Staatsballett zum Saisonende am Dienstag mitteilte. Allein von November bis März habe das Staatsballett 39 Mal in Folge vor ausverkauften Häusern getanzt.

Publikumsrenner waren Klassiker wie »Der Nussknacker«, »Dornröschen«, »Giselle« und »Schwanensee«. Von den insgesamt 96 geplanten Vorstellungen der Saison fielen allerdings acht nach Arbeitsniederlegungen aus.

Seit Monaten streikt das Ensemble für einen Haustarifvertrag. Dabei geht es um eine Staffelung der Gagen, um Arbeitszeit, freie Tage und Gesundheitsschutz. Doch bisher zeichnet sich kein Durchbruch ab. Das scheitert daran, dass die zuständige Opernstiftung keinen Vertrag mit ver.di schließen will, der die Mehrheit der Tänzer angehört, sondern mit den Künstlergewerkschaften GDBA und VJO. Zwar sitzt ver.di in den Häusern der Opernstiftung mit am Tisch, allerdings nur beim nichtkünstlerischen Personal. dpa

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