DER TÄGLICHE WERBEBLOCK, HEUTE: Für Frieden

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Die Berlinale ist das einzige A-Filmfestival weltweit, auf dem ein Friedenspreis verliehen wird. Dieser Friedensfilmpreis wird sektionsübergreifend vergeben – vom Wettbewerb bis zum Kinderfilm. Und das bereits zum 26. Mal. Der Preis ist mit 5000 Euro und einer Plastik des Künstlers Otmar Alt dotiert. Die Schirmherrschaft liegt bei der Internationalen Vereinigung der Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Trägerin des Friedensnobelpreises 1985.

Die Jury: Burban Qurbani, Filmregisseur und Autor, »Shahada«; Helgard Gammert, Betreiberin des Bali-Kino, Berlin-Zehlendorf; Mehdi Benhadj-Djilali, Regiestudent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie; Christoph Heubner, Autor, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees; Monica Chana Puginier, Pädagogin; Marianne Wündrich-Brosien, Mitbegründerin des Friedensfilmpreises; Friedensinitiative Zehlendorf; Maria Francesca Ponzi, Literaturstudentin in Rom.

Die Zusammensetzung der Jury verweist auf den komplexen Begriff von Frieden – er umgreift praktische soziale Arbeit wie erinnernde Blicke auf die Vergangenheit, als einzige Schule für das Aufstellen von Vorsichtsschildern in Zukünfte. Weil wir über keinen Sinn verfügen für Zukunft (außer in den poetischen Werkstätten des Fiktiven), gilt es, die bitteren Erfahrungen aufzurichten wie einen Deich. Ein Mitglied des Auschwitz-Komitees und eine Pädagogin – die Arbeitsteilungen der Friedenbildung wirken in- und miteinander.

Auch der Amnesty-Filmpreis wird in diesem Jahr wieder verliehen – die Schauspielerin Juliane Köhler, Regisseur Hans-Christian Schmid und die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Monika Lüke, werden als Jury 14 ausgewählte Filme der Berlinale sichten.

Zwar war der große Benno Besson kein Filmregisseur, aber sein Credo gilt auch für gute Filmemacher; gebrochenes Deutsch schafft den ungebrochensten Ausdruck fürs Wesentliche: »Ich will die Leute lustig machen auf Frieden.« ND

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